700JahreMünster Neuberg1327–2027
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Die Kunstschätze

In jedem Detail
ein Stück Ewigkeit.

Gotik, Renaissance und Barock begegnen einander im Münster. Altäre, Bildwerke und Orgel erzählen davon, wie Generationen ihren Glauben in Kunst und Handwerk ausgedrückt haben.

Die Marienkrönung und Figuren des Hochaltars
Die plastische Marienkrönung am Hochaltar
Die plastische Marienkrönung am Hochaltar

DER HOCHALTAR · 1611–1612

Gold, das den Blick
zur Mitte führt.

Der Hochaltar von 1611/1612 verbindet Formen der Spätrenaissance und des frühen Barock. Zugleich erinnert sein Aufbau an die Tradition des gotischen Flügelaltars. In der gotischen Halle bildet er einen bewusst reichen, leuchtenden Mittelpunkt.

Im Zentrum steht die Krönung Mariens als plastisches Hochrelief. Figuren, architektonischer Aufbau und Vergoldung wirken zusammen: Aus der Ferne erscheint eine geschlossene Komposition, aus der Nähe werden die einzelnen Gesten und handwerklichen Details sichtbar.

An dem Werk waren Hofbildhauer Jörg Mader, die Bildschnitzer Hans Jakob Huldi und Thomas Steinmüllner sowie Giovanni Giacomo Terzano beteiligt. Terzano übernahm unter anderem Vergoldung und farbige Fassung.

Schnitzkunst und architektonischer Aufbau des Hochaltars
Schnitzkunst und architektonischer Aufbau des Hochaltars

DIE SEITENALTÄRE

Ein zweiter Blick
lohnt sich.

Die Ausstattung ist über lange Zeit gewachsen. Der Georgsaltar wurde 1622 vom Tischler Johannes Faber und dem Vergolder Erhardus Tresner geschaffen. Das Altarbild malte Franz Täglich ebenfalls 1622.

Die seitlichen Figuren des heiligen Godefried und des heiligen Laurentius sind mehr als hundert Jahre jünger als der Aufbau. Gerade solche Ergänzungen zeigen, dass die Kunstwerke immer wieder neu gelesen und gestaltet wurden.

Auch die beiden Pfeileraltäre zur Passion bewahren ältere Teile. Beim Beweinung-Christi-Altar zeigen Tafeln von 1518 Szenen aus der Leidensgeschichte. Auf der Rückseite findet sich die Datierung zusammen mit einer Darstellung des Schweißtuches der Veronika.

Die historische Orgelfassade vor der Fensterrose
Die historische Orgelfassade vor der Fensterrose

DIE ORGEL

Ein altes Gehäuse.
Ein lebendiger Klang.

Die Orgelgeschichte reicht bis ins späte 15. Jahrhundert zurück. Bis 1814 stand das Instrument auf einer Schwalbennestempore an der Nordwand. Anschließend erhielt es seinen Platz auf der Westempore.

Das erhaltene Gehäuse entstand 1727–1734. Hinter dieser historischen Fassade wurde das Instrument mehrfach erneuert. Der Kirchenführer beschreibt das 1971 eingebaute Werk von Krenn mit 28 Registern und mechanischer Traktur.

Zum Klangraum des Münsters gehören auch seine Glocken. Eine Glocke von 1446 aus der Grünangerkirche trägt die Buchstaben AEIOU. Die 1730 gegossene und im Zweiten Weltkrieg abgelieferte Glocke wurde nicht eingeschmolzen und konnte nach Kriegsende zurückkehren.

Historische Aufnahme der gestohlenen stehenden Muttergottes mit Kind aus Neuberg an der Mürz
Die gesuchte „Stehende Muttergottes mit Kind“, um 1480/1490.
Foto: H. Biringer und Bundesdenkmalamt.

EINE BITTE UM IHRE MITHILFE

Die Hoffnung bleibt.

Ihre Mithilfe kann uns helfen!

Am 5. Juni 2004 wurde eine „500 Jahre alte Marien-Statue“ aus dem Kapitelsaal des ehem. Stiftes Neuberg/Mürz gestohlen.

Wir möchten mit diesem Bild nach längerer Zeit wieder an den Diebstahl erinnern und um Ihre Mithilfe beim Auffinden der Statue bitten.

DER DIEBSTAHL BLEIBT EIN RÄTSEL

Mysteriöser Diebstahl der Madonna! „Das war ganz sicher ein Auftragsdiebstahl“. Rätsel um Madonna-Diebstahl. „Die Diebe müssen gute Turner sein“.

Sachdienliche Hinweise senden Sie bitte an:

pfarre.neuberg@gmx.at

Bitte geben Sie diesen Aufruf weiter!

Unser herzlicher Dank gilt Herrn H. Biringer für das einzige Foto, das uns geblieben ist.

Zum ursprünglichen Aufruf der Pfarre

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Historische Grundlage: der bereitgestellte Kirchenführer „Neuberg an der Mürz · Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt“, Ausgabe 2025. Die Zugänglichkeit einzelner Räume bitte vorab mit der Pfarre klären.

700 JAHRE NEUBERG

1327 — 2027
Neuberg an der Mürz · Steiermark

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